ÖPNV-Zugangssysteme

Unter Zugangssystemen zu ÖPNV versteht man die verschiedenen privaten oder öffentlichen Verkehrsmittel, die dazu dienen, den nächsten ÖPNV-Stopp zu erreichen. Beispiele hierfür sind nicht-konventionelle öffentliche Verkehrsmittel (z.B. Taxi-Busse oder Nachfrage-spezifische Buslinien), Mitfahrgelegenheiten, Fahrräder oder das Erreichen des Ziels zu Fuß. Der „erste Kilometer“ ist eine besondere Herausforderung bei der Planung jeglicher Arten von ÖPNV, vor allem in dünn besiedelten Gegenden. Niedrige Fahrgastzahlen und große abzudeckende geographische Gebiete machen es schwierig, attraktive und Kosteneffiziente ÖPNV-Alternativen zu privat-PKW anzubieten. In der letzten Dekade hat sich dieses Problem, aufgrund von Zeichen demographischen Wandels, wie der Abwanderung in Städte, Alterung der Bevölkerung, hohe Nutzungsniveaus von privat-PKW und Kostensenkungen im Bereich öffentlicher Dienstleistungen, noch verschärft.

ÖPNV-Zugangssysteme sind Versuche, diese Herausforderung zu bewältigen. Die Idee ist es, regelmäßige ÖPNV-Dienstleistungen entlang bestimmter Hauptnetzrouten bereitzustellen und kleinmaßstäbige, Nachfrage-abhängige Transportdienstleistungen zu organisieren, die Fahrgäste zu den nächstgelegenen Bus- oder Bahnhaltestellen bringen. In vielen ländlichen Gebieten Europas existieren derartige Dienstleistungen bereits - und Smart-Move wird die Verbreitung dieser Dienste durch Kampagnen der Aktiven Mobilitätsberatung weiter vorantreiben. Neben der Werbung neuer Fahrgäste zu bestehenden ÖPNV-Zugangssystemen, werden durch diese Kampagnen auch Rückmeldungen von Passagieren gesammelt, um diese Systeme weiter zu optimieren.

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